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Harlinger Anzeiger vom 1.03.2011
„Eine positive Bilanz zog der Samtgemeindeverband der FDP Esens für das Jahr 2010 in seiner ersten Zusammenkunft im neuen Jahr.
Einige Vorhaben sind über die Anregungen guter und sachlicher Vorschläge umgesetzt oder mit Hilfe der FDP auf den Weg gebracht worden. Der Vorsitzende benannte hier die Erneuerung der Strasse Esens- Wittmund, den Kreiselbau am Bahnhof ohne Sperrung, die Namensgebung und Fertigstellung des Bürgermeister-Rieken Platzes in Bensersiel, dem Anschieben der wichtigen Anbindung der Region an das öffentliche Verkehrsnetz, der Verhinderung der Lärmschutz- und Graffitiwand in Bensersiel, dem Anschieben des Deichübergangs zur Versorgung des Westhafens, des Campingplatzes und der Wirtschaftsbetriebe einschließlich der Kurverwaltung, sowie der Entlastung der Vermieter in Pensionen, Hotels und Campingplätze bei der MWSt. All dies sind positive Signale für die Bürger und für die Arbeitsplätze in der Region.
Leider ist bei der Sanierung der Altenwohnungen trotz der Zusagen und Absichtserklärungen der großen Parteien vor der Kommunalwahl in diesem Jahr kein Millimeter Fortschritt zu erkennen. Die FDP hat dazu mehrmals Vorschläge gemacht und fordert jetzt auch die Bereitstellung von Mitteln im Haushalt 2011 damit angefangen werden kann, zu sanieren. Der Arbeitskreis Altenwohnungen kann sich auflösen, er hat nichts erreicht. Das selbe gilt für die Verschönerungskommission. Auch hier ist außer Zeichnungen und Bilder der Innenstadt einschließlich der Erneuerung der Fußgängerzone und des Marktplatzes außer fragwürdigen Pressemitteilungen kein Millimeter Fortschritt oder gar der gute Wille einer Umsetzung erkennbar..
Erfreut nahmen die Mitglieder zu Kenntnis, dass die Gemeinde Neuharlingersiel als weitere erfolgreiche Maßnahme für den touristischen Vorzeige-Ort das Konzept Golfplatz Ostbense umsetzen wird. Dazu kann man nur gratulieren. Die Fläche des Golfplatzes ist aus dem faktischen Vogelschutzgebiet von Anfang an rausgenommen und wird eine Bereicherung des Tourismus in Neuharlingersiel, hat aber auch Strahlkraft für Bensersiel und Esens. Golfen ist schon längst kein elitärer Sport mehr und wird von einer breiten Schicht der Bevölkerung und einem neuen Gästepotential sehr begrüßt. Da, wo jetzt blanke Ackerflächen der Natur sicher nicht dienen, werden Grünflächen parkähnlich angelegt, wovon die Natur und insbesondere die Tiere ihren Nutzen ziehen können und zwar ganzjährig. Golfer reisen gerne, sind umweltfreundlich, aber auch ein Gästepotential, dass dem Tourismus und der Wirtschaft und damit den Arbeits- und Ausbildungsplätzen in der weißen Industrie dient. Das hat nach Ansicht der FDP auch mit Steuerkraft- und- aufkommen zu tun.
Der FDP-Samtgemeindeverband Esens fordert daher ausdrücklich die Umsetzung dieses umweltverträglichen Projekts als Impulsgeber für die Region.
Begrüßt wird die Erarbeitung eines Kozepts für die Esenser Innenstadt.
Hier erwartet die FDP eine ergebnisoffene Entscheidung, die für die Zukunft auch Bestand hat. Deshalb sollte dort auch die Tiefgaragen und deren Unterhalt, sowie die Arkaden und die derzeit unbefriedigende Regelung diesbezüglich einbezogen werden. Die FDP fordert als kleinstes Übel einen Abriß derselben, eine kostenträchtige Sanierung ohne Verwendungsperspektive oder jährlich zunehmende Ausbesserungskosten kann sich die Stadt nicht leisten.
Auf Einladung des Samtgemeindeverbandes der FDP wird der Niedersächsische Wirtschafts- und Verkehrsminister Bode am 07. März in Esens erwartet. Vorgestellt werden soll die Verlängerung der Bahn um 4,5 km ans Wasser nach Bensersiel, der Deichübergang im Zuge der Deicherhöhung, die Erneuerung der Nordseetherme und die Finanzierung derselben, sowie die schnellere Umsetzung der Dorferneuerung innerhalb dieses Programms nach Fertigstellung der Entlastungsstrasse. In die Bahnverlängerung kommt jetzt endlich Bewegung und es gibt auch Unterstützung aus der Nachbargemeinde Langeoog. Das wird ausdrücklich begrüßt.
Die Stadt wird neben der Eintragung in das Goldene Buch der Stadt Esens auch die Verleihung der Urkunde zum Nordseeheilbad vom Wirtschaftsminister Bode entgegennehmen.“
Hermann Kröger, Vors.
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