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Altenwohnungen in Esens
den 27.Dez. 2010
„Der Handlungsbedarf bei den 70 stadteigenen Altenwohnungen war eines der Themen der FDP-Mitgliederversammlung. In der jetzt zu Ende gehenden Legislaturperiode war die Sanierung dieser Wohnungen immer wieder das Thema der Ratssitzungen und der Kommission dafür. Geschehen, außer einer Ankündigung, dass wieder eine Untersuchung stattfinden soll, ob diese Wohnungen energetisch und baulich zu sanieren sind und einer Bereisung, wie andere Gemeinden es besser machen, ist wieder nichts. Dieses Vorgehen, Verständnis vorzugaukeln, alles schön zu reden und anschließend wieder nichts zu tun, ist leider Tagesgeschäft geworden.
Der Grund dafür ist nicht nur bei den jetzt fehlenden Mitteln, sondern auch bei den fehlenden Rücklagen, die nicht ausgewiesen worden sind im Haushalt der letzten 10 Jahre zu suchen. Dies ist mehrfach von der FDP angeprangert und auch öffentlich gemacht worden. Leider ist den älteren Menschen damit aber nicht geholfen, wenn die Mehrheitsfraktion verreist und feststellt, wie gut doch Wahlleistungen, Präsenzkraft vor Ort, Haus-Notruf und neue Optik woanders funktioniert, aber dies seit Jahren in Esens nicht umgesetzt wird.
Zur Baulandentwicklung in Esens fordert die FDP zunächst eine konsequente Umsetzung der Lückenbebauung. Die freien Flächen am unteren Jüchen, am Fraukeweg und Barkelweg, am Bokumer Weg, an der Auricher Strasse und am Hohekamp liegen zentrumsnah und sollten zunächst mittelfristig in die Planung aufgenommen werden, bevor große neue Siedlungen am Stadtrand entstehen.
Insbesondere die Planung hinter dem Schützenplatz, Falkenhammer Weg und Norder Landstrasse sollten dafür zunächst zurückstehen. Darüberhinaus sollte vor diesen neuen Baugebieten , Bauplätze in Bensersiel ausgewiesen werden. Hier sind Flächen vorhanden und dort läßt sich für junge Familien ein Neubau mit Ferienwohnung auch besser rechnen. Hier ist noch Nachholbedarf und darauf sollten sich die Bemühungen erst einmal konzentrieren.
Dabei spielt auch ein so großes Wohnungsbauvorhaben, wie am Esenser Schafmarkt geplant, in der Gesamtbetrachtung eine große Rolle. Nicht jeder möchte unbedingt einen großen Garten bis ins hohe Alter bewirtschaften.
Im Schnellverfahren sollte ein städtisches Grundstück neben dem Klärwerk verkauft werden. Ein Beschlussvorschlag war schon geschrieben. Eine Planung ohne Sinn und Verstand, da wo gerade ein Spazier- und Fahrradweg mit Geldern der Stadt angelegt worden ist, ein Teich mit Angelmöglichkeit für Kinder und Jugendliche, idyllische Ruhebänke aufgestellt sind, sollte ein massiver Eingriff in gewachsene Naherholung stattfinden. Inrgendwo brauchen die Anlieger und Bürger auch noch Natur und Lebensqualität. Ein klares Nein verhinderte gerade noch die Umsetzung. Für die investierende Firma ist die Verwaltung aufgefordert ein geeigneteres Grundstück zu vermitteln.
Erfreut wurde der Pressebericht zur Kenntnis genommen, nachdem für die Küstenbahn nicht nur die entsprechenden Flächen zur Verfügung gestellt werden, sondern insbesondere in diesem Zusammenhang der Hinweis der zuständigen Behörde der Landesregierung, dass es zunächst Sinn macht, die Bahn bis Bensersiel weiterzuführen. Hier gibt es Initiativen und Berechnungen, die die Hoffnung nähren, dass es demnächst konkrete Absichtserklärungen für diesen ersten Schritt geben kann. Das dies auch mit Wirtschaftskraft und Steueraufkommen zu tun hat, beweist der Zuwachs des Nachbarortes Norddeich.
Leider kommt viel zu wenig Zustimmung und Aufbruchstimmung , sowohl von den Gremien aus Esens, wie auch von Langeoog, damit diese einmalige Chance auch umgesetzt werden kann. Da insbesondere ältere Menschen gerne mit der Bahn reisen ohne viel umzusteigen, dass Gruppen- und Familienreisen zunehmen, dass der Benzinpreis nicht mehr sinken wird, dass nicht immer noch mehr Parkplätze ausgewiesen werden können und dass diese Verbindung an den Schnittstellen ohne umsteigen zu müssen, überbrückt werden könnte, wie Fachleute nach eingehender Prüfung dies bestätigten, wäre die Gründung einer Bürgerinitiative sicher sinnvoll, damit mehr Druck aufgebaut wird für dieses Vorhaben in unserer Region. Diese Anregung soll demnächst aufgegriffen werden.
Zu diesem Vorhaben, aber insbesondere auch für die Deichüberquerung von der neuen Umgehungsstrasse und für die Zukunftsinvestitionen hat die FDP Esens den niedersächsischen Wirtschaftsminister Bode eingeladen, der sich vor Ort im März informieren wird um zu klären, wo Wirtschaftshilfe für wichtige Vorhaben möglich sein wird.
In die Anbindung Campingplatz-Wirtschaftsbetriebe-Hafen-West und Deichschart kommt endlich Bewegung, das wird ausdrücklich begrüßt, genauso wie die Ausweisung des faktischen Vogelschutzgebietes bei gleichzeitiger Verhinderung einer Lärmschutzwand als Festungswall rund um Bensersiel mit 3 Durchlässen.
Eine konsequente ganzjährige Schließung der Schranke zum Hafen-West ist vonnöten da der Schwerlastverkehr im Winterhalbjahr den Bürgermeister-Rieken-Platz befährt und sich bereits dort Spurrillen in der neuen Pflasterung zeigen. Dabei sollte für die Schulbusse eine sichere Ein- und Aussteigemöglichkeit gefunden werden. In diesem Zusammenhang muß die Bevölkerung über die bevorstehende Deicherhöhungsmaßnahmen und die Verzögerung der Dorferneuerung -aus rechtlichen Gründen? - um einige Jahre, aufgeklärt und informiert werden. Wenn alle wollen, dass Bensersiel eine Flaniermeile erhält, sich um Ruhebänke und Begrünung rund um den Hafen bemüht und mehr Ambiente bekommt, dann gebraucht man auch Informationen wie es weitergeht. Warum dies nicht publiziert wird, ist nicht nachzuvollziehen.
Bedauert wird, dass der Bauhof der Samtgemeinde fast ausschließlich von der Mitgliedsgemeine Esens genutzt wird. Das Konzept nach der Umwandlung in einen Eigenbetrieb sah dies vor einigen Jahren anders vor. Die anderen Mitgliedgemeinden haben sich weitestgehend ein eigenes Konzept zugelegt um ihren Aufgaben nachzukommen. So wird es der Bauhof schwer haben, sich künftig zu behaupten. Darüber sollte es ein Gespräch der Beteiligten geben um die Zukunft des Bauhofes dauerhaft zu sichern.“
Hermann Kröger, Vors.
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